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INGO VELTUM

KÜNSTLER

 

Durch rissige Farbmassen bahnen sich Gestalten ihren Weg an die Oberfläche. Sie verharren in einem Schwebezustand zwischen Anschaulichkeit und Ungegenständlichkeit. Erdige Farbtöne und organische Formen beherrschen das Geschehen. Ingo Veltums Arbeiten sind traumgleiche Bilder, die uns auf eine Reise in unsere ganz eigene Gedankenwelt mitnehmen. Wie bei einer fernen Erinnerung brechen schemenhafte Gestalten durch die reliefartige Plastizität der Bildfläche hervor. Dies zu beschreiben erscheint müßig, denn keine Abbildung ist imstande, wiederzugeben, welche gebirgige Tektonik diese Gemälde besitzen und welch innere Bewegung die Farbschichten entfalten.

Während des Arbeitsprozesses tritt Ingo Veltum stets in einen Dialog mit dem Material. Das Eigenleben von Material und Farbe hat einen entscheidenden Anteil an der Bildwirkung. Er arbeitet mit unterschiedlichsten Substanzen wie Tusche, Sand, Spachtelmasse, Steinmehl, Farbpigmenten und Metallpulver. Der plastische, spröde Bildaufbau und die erdigen Farbtöne verleihen den Arbeiten einen Hauch von Vergänglichkeit und verweisen auf den ewigen Kreislauf von Vergehen und Neuentstehung. Die Auseinandersetzung mit der visuellen Wirkung der verwendeten Materialien ist Ingo Veltum dabei genauso wichtig wie die Motivik. Häufig steht der Mensch im Mittelpunkt seiner Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen. Auch bei der plastischen Arbeit verleiht der Künstler der menschlichen Gestalt mit oxidierten eisenhaltigen Oberflächen einen verwitterten Charakter. Die Gestalten haben fließende, fast schmelzende Formen, wirken surreal und phantastisch. Deutbar sind sie nur aus dem ganz eigenen Empfinden heraus. Ihr Ausdruck ist nie eindeutig, erst der Betrachter vollendet dank seines Assoziationsvermögens das Kunstwerk.

Inspirationen findet er in der Natur und ihren Formen und seine Arbeit ist stets vom experimentellen Erforschen der angewandten Techniken geprägt. So hat Ingo Veltum seinen eigenen und unverwechselbaren Stil entwickelt und damit ein sehr eigenständiges Werk geschaffen.

Alexandra Simon-Tönges MA
Kunsthistorikerin, Aachen

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